Nachhaltige Wärmeversorgung: Hufeland-Klinik und Staatsbad Bad Ems GmbH forcieren Energiewende

Die Hufeland-Klinik Bad Ems geht mit ihrer Wärmeversorgung einen entscheidenden Schritt in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Möglich wird dies durch die künftige Lieferung von “heißer Energie” aus einer Thermalquelle der Staatsbad Bad Ems GmbH in Verbindung mit der Installation einer Hochtemperatur-Wärmepumpenanlage in der Hufeland-Klinik Bad Ems.

Am Donnerstag, 11. September 2025, wird der Vertrag zwischen der Hufeland-Klinik Bad Ems und der Staatsbad Bad Ems GmbH für den Neubau der Heizungsanlage auf Basis alternativer Energien offiziell unterzeichnet. Das Projekt wird sowohl von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als auch vom Land Rheinland-Pfalz gefördert.

Ziel des Vorhabens ist die Dekarbonisierung der Energieversorgung durch den Einsatz einer modernen Wasser-Wasser-Wärmepumpenanlage. Die Grundversorgung der Klinik wird künftig über Thermalwasser erfolgen, das vom Bad Emser Staatsbad bereitgestellt wird. Das rund 50 °C warme Wasser liefert eine Leistung von etwa 175 kW, die durch die Wärmepumpe auf 250 kW und bis zu 75 °C Vorlauftemperatur erhöht wird. Damit wird die bestehende Gasheizung als Sekundärversorgung fast komplett ersetzt.

Neben der Nutzung regenerativer Energien umfasst das Projekt auch Maßnahmen zur Verbesserung der Trinkwasserhygiene und Energieeffizienz, wie den Austausch veralteter Warmwasserspeicher durch ein modernes Trinkwasser-Ladesystem im Durchlaufprinzip.

“Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die der Gesundheitssektor für den Klimaschutz trägt”, betont Andre Theveßen, Geschäftsführer der Hufeland-Klinik Bad Ems. “Mit der Nutzung des Thermalwassers vor Ort leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen und zeigen, dass medizinische Einrichtungen ökologische Verantwortung und modernste Technik erfolgreich miteinander verbinden können.”

Achim Deusner, Geschäftsführer der Staatsbad Bad Ems GmbH, unterstreicht diese Sichtweise: “Angesichts unserer geothermischen Ressourcen sehen auch wir eine Verpflichtung zur sinnvollen Nutzung. Der Umgang mit dem Medium Thermalwasser ist technisch sehr anspruchsvoll, die Wegstrecke in diesem Fall besonders herausfordernd und alles steht in engem Kontext zu den behördlichen Anforderungen des Wasserrechts. Die erfolgreiche Umsetzung ist Motivation und Startschuss zugleich für weitere Wärmeprojekte.”

Die Hufeland-Klinik Bad Ems reiht sich mit diesem Projekt in die innovativen Energieprojekte der Region ein. Schon seit mehreren Jahren nutzt die Verbandsgemeinde Bad Ems das geothermische Potenzial der Grubenwässer erfolgreich etwa im Rathaus, das zu über 90 Prozent regenerativ beheizt wird.